Markus Hampel als neuer Pfarrer in Worbis feierlich eingeführt

 

Worbis (Eichsfeld).
Mit Trommelklängen der Trommelgruppe „Dancing Hands“ zogen am Sonntagnachmittag 16 Geistliche zur Pfarreinführung von Pfarrer Markus Hampel in die Klosterkirche „St. Antonius“ in Worbis ein.

Foto: Gregor Mühlhaus

Markus Hampel wurde in St. Antonius als neuer Pfarrer eingeführt.
Links Dechant Lothar Klapprott, rechts Pfarrer Johannes Kienemund.
"Ein Haus voll Glorie schauet" sangen die zahlreichen Gläubigen anschließend, die aus den Pfarrgemeinden Worbis, Kirchworbis, Breitenworbis und Gernrode, die Pfarrer Hampel zukünftig betreuen wird, gekommen waren. Neben Pfarrer Hampel hatte Pfarrer Johannes Kienemund aus Ecklingerode Platz genommen, der zukünftig als Kaplan in der Großpfarrei "St. Antonius" im Raum Worbis wirken wird. Im Beisein der vier Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Sandra Schmidt aus Worbis, Reinhard Salzmann aus Kirchworbis, Elisabeth Kaltenhäuser aus Breitenworbis und Maria Seeboth aus Gernrode sowie dem Bürgermeister der Stadt Leinefelde-Worbis, Marko Grosa, und dem Worbiser Ortsbürgermeister Thomas Rehbein aus Worbis ergriff Dechant Lothar Klapprott das Wort.
Er nahm die Gelegenheit wahr und dankte den Pfarrern Andreas Friedl aus Kirchworbis, Horst Mosebach aus Gernrode, Winfried Mucke aus Breitenworbis und Dechant Engelbert Dietrich aus Worbis, die über Jahre oder Jahrzehnte in ihren Pfarrgemeinden gewirkt hatten, für ihren Dienst. Das Zusammenwachsen der neuen Pfarrgemeinde, verbunden mit der Hoffnung, dass das kirchliche Leben vor Ort eine neue Lebendigkeit erfahre, bezeichnete Klapprott als große Herausforderung.

 

Die Aufmerksamkeit nicht verlieren

Anschließend fragte Pfarrer Gregor Arndt aus Leinefelde Pfarrer Markus Hampel ob er bereit sei, sich den Aufgaben, die vor ihm stehen, voll und ganz zu öffnen, und übergab ihm das Evangelium. In seiner Predigt bezog sich Markus Hampel auch auf das "Evangelium Lukas", in dem von der Wachsamkeit die Rede ist. Es gehe im Leben um Wachsamkeit, Wachheit, Aufmerksamkeit, Neugier und Bewusstheit. Jesus beschreibe all das mit starken Bildern, so Hampel. "Es fehlt genau dieses Bewusstheit, die Wachsamkeit, Aufmerksamkeit, die das Evangelium von uns heute fordert. Wir brauchen eine neue Neugier auf unseren Glauben", sagte Hampel weiter und meinte, dass zu den entscheidendsten und wichtigsten Dingen des Lebens – auch des ewigen Lebens – niemand Fragen habe. "Warum eigentlich?" "Nur noch unsere Ruhe haben wollen, nur noch ein bisschen die Beine hoch legen, ehe der nächste Tag beginnt und die Hektik von vorn losgeht – ist es das was wir wollen?", blickte der Geistliche fragend in die Gemeinde. Nach der Predigt sprachen die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden der vier noch existierenden Pfarrgemeinden die Fürbitten. Zum Schluss des Festgottesdienstes in St. Antonius wurde es noch einmal laut. "Dancing Hands" lud die Gläubigen ein, bei afrikanischen Rhythmen mitzuklatschen. Die musikalische Ausgestaltung der Festmesse übernahm weiterhin die Schola aus Worbis unter der Leitung von Andreas Kruse, die der Pfarreinführung einen würdigen Rahmen gab.

 

Gregor Mühlhaus / 09.08.16 / TAZ0R0118577920

Klein, aber fein: Karíbu und Dancing Hands in Haynrode

Montag, 20.Juni 2016, 08:37 Uhr

Das war ein Konzert so ganz nach dem Geschmack von Karíbu: Die Kirchengemeinde in Haynrode ludt ein in ihre kleine Dorfkirche St. Anna. Die Technik konnte getrost im Auto bleiben, selbst die Solisten kamen ohne technische Verstärkung aus. Lediglich das Piano unterstützte den Gesang der nur ca. zwanzig Sänger/innen. Eine ungewöhnlich kleine Runde war es, die sich zum Konzert ins Eichsfeld aufgemacht hatte. Umso schöner das Klangerlebnis in kleiner Runde und kleiner Kirche!
Als im zweiten Teil des Konzerts die Kirchentür aufging und die befreundete Trommelgruppe Dancing Hands aus Kirchworbis dazukam, wurde gemeinsam improvisiert.
Heraus kam ein überraschendes Konzert - nicht nur für das Publikum, sondern auch für Chor und Trommler.
Den Zauber dieses besonderen Momentes feierten Karíbu und die Dancing Hands im Anschluss noch lange beim traditionellen Sommerfest im Pfarrgarten Haynrode.
Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und an die gastgebende Kirchengemeinde!

Was bleibt vom Katholikentag in Leipzig?

 

 

"Die Füße tun weh, aber man sieht wieder, was Kirche bewegen kann." - das fasst ganz gut die Eindrücke der Mitgestalter aus dem Bistum Erfurt zusammen.

 

 

 Samstag nachmittag gab es noch einige Höhepunkte: um die Mittagszeit rockte das Bistum Erfurt die Bühne am Platz mit einem bunten Programm gestaltet vom Caritasverband, mit Schülern der berufsbildenden Schulen St. Elisabeth in Erfurt und den Dancing Hands, einer Trommelgruppe aus Kirchworbis. Am späten Nachmittag kam dann hoher Besuch an Stand "Ökumene in der Mitte": Bischof Neymeyr, Bischof Feige und Bischöfin Junkermann durften Vizekanzler Gabriel begrüßen.
Was nehmen die Akteure aus dem Bistum Erfurt vom Katholikentag mit?

 

... eine vertrocknete Blume erinnert mich an Hannah, eine der vielen freudigen Begegnungen aus dem Eichsfeld mit ganz besonderen Menschen, die mir einfach über den Weg gelaufen sind oder die meinen Namen im Programm gelesen haben und extra kamen um mich zu treffen...

 

... ich kam nie wirklich aus dem Jugendzentrum raus, war dort aber begeistert vom großen Interesse an allen Angeboten von Action über Bildung bis Besinnung, Gebet, Kreatives...

 

... "Seht da ist der Mensch" - schönes Thema, gute Atmosphäre in der Stadt, motivierend, inspirierend, verbindend, Glauben stärkend, gute Gelegenheit sich zu vernetzen. Insgesamt vielleicht ein wenig harmonisch-unkritisch..."

 

... Beeindruckende Atmosphäre und klare Positionen zu politischen Themen...

 

...endlich musste man sich mal nicht entschuldigen katholisch zu sein...

 

... alles war schön in der Innenstadt konzentriert, ich war positiv überrascht und hatte viele schöne Begegnungen...

 

...sehr inspirierend und ermöglichte viele schöne Gespräche und Begegnungen! Ich bin dankbar, dass ich dabei sein konnte...

 

Auch unsere PartnerInnen von "Ökumene in der Mitte" aus den evangelischen Landeskirchen geben positive Rückmeldung:
... Ökumene scheint ein Thema zu sein, dass viele Christen intensiv bewegt. Ich hatte viele Gespräche mit konfessionsverbindenden Paaren. Es gab auch Gespräche mit Menschen, die sich als Atheisten outeten, und mit solchen, die kein Verständnis für Religion und Glaube haben und sich teilweise aggressiv gaben. Gut, dass wir als VertreterInnen der Kirchen und des christlichen Glaubens da standen und ansprechbar waren!...

Und die Frage an Bischof Neymeyr, was ihm am besten gefallen hat:
... Der Gottesdienst mit den Pfadfindern, da war richtig Leben drin. Mir hat gefallen, dass der Bistumsstand so zentral war, da musste jeder vorbei. Auch der Mittwoch abend an der Bistumsbühne war großartig...

„So einfach kann es sein, Kinderaugen zum Leuchten zu bringen“

21.08.2015 - 17:41 Uhr

 

Die Freiwillige Feuerwehr Kirchworbis hat diese Woche einen bunten Nachmittag für die Kinder und Jugendlichen vom Projekt „Willkommen – Kinder der Welt“ des Vereins „Kinder und ihre Musik“ ausgerichtet. Darüber informierte Ulrike Fricke, Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle „Toleranz fördern“ mit Sitz im Gut Beinrode.

Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft Breitenworbis erlebten bei der Feuerwehr Kirchworbis einen lustigen Nachmittag. Foto: privat

Kirchworbis (Eichsfeld). 17 Kinder und ihre Eltern aus der Gemeinschaftsunterkunft Breitenworbis sowie einige Kinder und Eltern aus Kirchworbis waren auf das Feuerwehrgelände gekommen, um einen geselligen Nachmittag zu erleben. Die Einsatzabteilung hatte für ihre Besucher einiges vorbereitet. Die Hüpfburg eroberten die Kinder sofort. An der aufgebauten Spritzwand konnten sich die Mädchen und Jungen als kleine Feuerwehrleute versuchen.

 

Verein ist nominiert für den Ehrenamtspreis

Die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Kirchworbis unterstützten ihre Gäste bei den verschiedenen Aktivitäten. „Gemeinsam wurde viel gelacht“, berichtete Ulrike Fricke. „Für das leibliche Wohl hatten die Frauen der Feuerwehr gesorgt, und so fanden bei Kaffee und Kuchen auch viele Gespräche statt.“ Der Höhepunkt war für alle die Fahrt mit dem Feuerwehrauto, bei der auch getestet wurde, ob das Martinshorn richtig funktioniert. Am Ende gab es für die Kinder kleine Geschenke, die Feuerwehrmann Willi Nebel verteilte.

Der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Kirchworbis, Christian Eckardt, bedankte sich bei allen Unterstützern. Dabei erwähnte er besonders die Feuerwehr Niederorschel, welche die Hüpfburg zur Verfügung gestellt hatte. „So einfach kann es sein, Kinderaugen zum Leuchten zu bringen“, sagte Christian Eckardt nach der Veranstaltung und freute sich über die große Resonanz. „Es ist schön zu sehen wie, besonders den Kindern, Herkunft oder Kultur des Gegenübers egal sind und sie einfach zusammen Spaß haben“.

Christina Jose, die Verantwortliche des Projekts „Willkommen – Kinder der Welt“ freute sich besonders, dass auch Anwohner und Passanten, die den Spielplatz am Gelände der Feuerwehr besuchen wollten, einfach dazu kamen und mitmachten. „Dieser Tage ist es besonders wichtig zu zeigen, dass auch Flüchtlinge Menschen wie du und ich sind, und wir sollten sie genauso annehmen“, meinte Christina Jose.

Das Projekt des Vereins „Kinder und ihre Musik“ wird durch die Partnerschaft für Demokratie im Eichsfeld im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert. Das Engagement von Christina Jose und dem Verein „Kinder und ihre Musik“ für die Flüchtlinge im Eichsfeld brachte in diesem Jahr eine Nominierung für den Deutschen Engagementpreis ein. Das sei Ausdruck für die überregionale Wertschätzung dieser wichtigen Arbeit, freute sich auch Ulrike Fricke.

TA / 21.08.15 / TA

Z0R0010469569

Viertes Projekt des Vereins „Kinder und ihre Musik“ erfolgreich angelaufen

„WIKIWE“ – „Willkommen, Kinder der Welt“ ist der Name des neuen Projektes, das der Verein KIM – „Kinder und ihre Musik“ – aus Kirchworbis kürzlich gestartet hat.

Gemeinsames Trommeln beim Projekt des Vereins „Kinder und ihre Musik" in Kirchworbis. Foto: Gregor Mühlhaus

Kirchworbis (Eichsfeld). Dafür hatte die musikalische Leiterin Christina Jose Kinder und ihre Eltern aus Albanien, dem Kosovo und Afghanistan, die in der Gemeinschaftsunterkunft in Breitenworbis leben, eingeladen. So waren gleich zu Beginn im Pfarrheim „Maximilian Kolbe“ alle Kinder zum Malen, Basteln, Spielen, Singen, Tanzen und ganz besonders zum Trommeln eingeladen. Dafür war Thomas Dölle mit seiner Trommelgruppe „Dancing Hands“ gekommen und nahm die kleinen Gäste aus dem Asylbewerberheim mit in die Runde. „Wir wollen die Flüchtlingskinder hier herzlich willkommen heißen. Das bedeutet, dass wir sie in unserem Land, aber auch in unserem Leben willkommen heißen. Gerade Kinder, unabhängig von der Fluchtmotivation ihrer Eltern, haben in solch einer Situation, wie der Flucht aus ihrer Heimat, die größte Last zu tragen“, erklärte Christina Jose. „Wir wollen die Kinder spüren lassen, dass sie auch in unserem Land Kind sein dürfen und ein unbeschwertes Dasein führen können“. Das erste Mal stand am Begegnungstag in Kirchworbis eine Aktion des Kindermissionswerkes Aachen auf dem Programm, das ein Friedensprojekt ins Leben gerufen hat. Wie Cornelia Schimek, die sich im Projekt engagiert, berichtete, möchte das Missionswerk im Herbst ein großes Holzschiff in Brüssel aufstellen und damit auf das Leid der Flüchtlinge im Mittelmeer aufmerksam machen. So wurde im Maximilian-Kolbe-Haus eine Holzplanke von deutschen und ausländischen Kindern gestaltet, die später Teil des Friedensschiffes sein wird. „Wir schicken unsere Holzplanke zum Kindermissionswerk, um auch unseren Handabdruck auf dem Boot zu hinterlassen“, so Schimek. Das Projekt ist im Bundesprogramm „Demokratie leben“ angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Familien gefördert.
Gregor Mühlhaus / 30.07.15 / TA
Z0R0010073656